Wareneingang

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-05

Der Wareneingang ist der Erfassungsschirm für die Warenannahme: Du wählst das Lager, ziehst die angelieferten Artikel mit dem Barcode-Scanner durch, korrigierst die Mengen und buchst alles gemeinsam als Zugang ein. Die Seite füllt den Bildschirm ganz aus — ohne Seitenmenü, ohne Kopfleiste, mit großen Schaltflächen, damit sie sich am Annahmeplatz auch auf einem Tablet bedienen lässt. Am Ende steht je erfasster Zeile eine Lagerbewegung.

Wareneingang mit gewähltem Lager, einer gescannten Zeile mit Charge und dem Mengenfeld

Kopfzeile und Lagerauswahl

Links steht der Titel Wareneingang, rechts daneben unter der Beschriftung ausgewähltes Lager die Auswahlliste aller Lager. Kommst du über die Schaltfläche Wareneingang in der Lagerübersicht hierher, ist das dort gewählte Lager bereits eingetragen. Rufst du die Seite direkt auf, steht in der Liste nur der Platzhalter „Select stock" — dann wählst du zuerst ein Lager, sonst nimmt der Schirm keinen Scan an und meldet „Bitte wählen Sie zuerst ein Lager".

Das Lager entscheidet sich beim Buchen, nicht beim Scannen. Gebucht wird immer auf das Lager, das im Moment des Buchens oben ausgewählt ist — auch für Zeilen, die du vorher unter einem anderen Lager eingescannt hast. Wechselst du das Lager mitten in der Erfassung, wandert die ganze bereits gesammelte Liste mit. Erfasse deshalb je Lager einen eigenen Durchgang: scannen, buchen, dann erst das Lager wechseln.

Kein Menü und keine Brotkrumen. Dieser Schirm blendet Seitenmenü, Kopfleiste und Brotkrumen-Leiste bewusst aus, damit der ganze Bildschirm für die Erfassung zur Verfügung steht. Der Weg zurück führt über Abbrechen links unten in der Fußzeile.

Berechtigungen. Zum Öffnen brauchst du das Recht, Lagerstände und Lagerorte zu sehen — sonst landest du auf einer Hinweisseite. Die Schaltflächen zum Buchen und das Papierkorb-Symbol erscheinen nur zusätzlich mit dem Recht, Lagerbewegungen zu erfassen. Fehlt es, kannst du zwar scannen und Mengen ändern, aber nichts buchen und keine Zeile entfernen. Wer welches Recht hat, steht in der Benutzerverwaltung.

Artikel scannen

Es gibt hier kein Suchfeld und keine Artikelauswahl — der Schirm hört ausschließlich auf die Tastatur, und damit auf jeden Handscanner, der sich als Tastatur meldet. Du musst dafür nichts anklicken; sobald die Seite offen ist, wird gelesen, was der Scanner sendet.

So muss das Etikett aussehen. Erkannt wird ein Code, der zwischen zwei Rauten steht und Artikelnummer und Chargennummer durch ein Leerzeichen trennt: #Artikelnummer Charge#. Als „Charge" bezeichnet flinkest die Nummer einer Fertigungs- oder Liefereinheit, mit der sich später nachvollziehen lässt, welche Ware wohin gegangen ist. Nach der schließenden Raute braucht der Scanner noch ein Abschlusszeichen — den Zeilenumbruch, den fast alle Geräte von Haus aus mitsenden. Zwei Feinheiten: Ein Ausrufezeichen im Code verhindert die Erkennung, und als Charge zählt nur der Teil bis zum nächsten Leerzeichen — Chargennummern mit Leerzeichen werden abgeschnitten.

Was beim Scannen passiert. flinkest schlägt die Artikelnummer in den Artikelstammdaten nach und legt eine neue Zeile mit der Menge 1 an. Gibt es die Nummer nicht, erscheint die englische Meldung „Unknown Product Number" mit der gescannten Nummer dahinter. Steht der Artikel nicht unter Lagerführung, weist flinkest ihn mit „Product is not a stock-item" ab — die Lagerführung schaltest du in den Artikeldetails im Abschnitt Lager ein.

Derselbe Artikel mit derselben Charge zählt hoch. Ziehst du dieselbe Kombination aus Artikelnummer und Charge ein zweites Mal durch, entsteht keine zweite Zeile — die vorhandene erhöht sich um 1. Eine andere Charge desselben Artikels bekommt dagegen eine eigene Zeile, weil der Bestand je Charge getrennt geführt wird. Zwei Scans innerhalb einer Sekunde wertet flinkest als Doppellesung und verwirft den zweiten.

Die Erfassungsliste

Jede erfasste Zeile ist eine Karte. Oben links steht die Artikelnummer als Kürzel, daneben die Artikelbezeichnung, rechts die gescannte Charge. Darunter liegt das Mengenfeld mit einer und einer + Schaltfläche; unter 0 lässt es sich nicht stellen. Ganz unten liegen links das Papierkorb-Symbol, das die Zeile wieder verwirft, und rechts Wareneingang bestätigen für genau diese eine Zeile.

Noch ist nichts gebucht. Die Liste steht nur im Browser. Solange du nicht buchst, ändert sich kein Bestand, es ist nichts reserviert und niemand sonst sieht die Erfassung. Ein Neuladen der Seite, ein Klick auf Abbrechen oder ein Lagerwechsel-Missgeschick kostet dich also die Sammlung, nicht aber Daten.

Menge 0 verschluckt weitere Scans. Stellst du eine Zeile auf die Menge 0 und ziehst denselben Artikel mit derselben Charge noch einmal durch, bleibt sie auf 0 stehen und es entsteht auch keine neue Zeile. Willst du eine Zeile loswerden, nimm das Papierkorb-Symbol statt der Menge 0.

Bundle-Artikel

Scannst du einen Bundle-Artikel — einen Artikel, der laut Stammdaten aus anderen Artikeln zusammengesetzt ist —, landet er nicht in der Liste. Stattdessen öffnet sich der Dialog Bundle-Artikel.

Der Dialog „Bundle-Artikel" mit der Bundle-Menge und einer Bestandteil-Zeile ohne Charge

Ganz oben stellst du die Menge des Bundles ein. Darunter steht „Bitte Charge scannen für folgende Artikel" und je Bestandteil eine Zeile mit Artikelnummer, Bezeichnung, Charge, der benötigten Menge (Menge des Bestandteils mal Menge des Bundles) und dem Lager. Das Lager ist das Standardlager des Bestandteils, ersatzweise das oben gewählte; hier lässt es sich nicht ändern. Zeilen ohne Charge sind rot hinterlegt, und Speichern bleibt gesperrt, bis jede Zeile eine Chargennummer hat. Diese Chargen kommen wieder per Scan: Solange der Dialog offen ist, ordnet flinkest jeden gescannten Code der Zeile mit der passenden Artikelnummer zu.

Was Speichern bucht. Der Bundle-Artikel wird als Zugang gebucht, jeder Bestandteil im selben Zug als Abgang aus seinem Lager — das Bundle entsteht also aus vorhandenem Bestand und verbraucht ihn. Beides gehört zusammen: Scheitert eine der Buchungen, wird keine geschrieben. Die Bestandteile bleiben mit der Bundle-Buchung verknüpft, deshalb lässt sich die Zeile später in den Artikeldetails und unter Lagerbewegungen aufklappen. Zum Schluss meldet flinkest „Good receipts for bundle article successfull".

Wenn ein Bestandteil fehlt. Vor dem Speichern prüft flinkest je Bestandteil, Lager und Charge, ob genug vorhanden ist. Reicht es nicht, kommt statt der Buchung die Rückfrage Wareneingang für Bundle kann nicht durchgeführt werden. Sie listet je Bestandteil auf, was nötig ist und was tatsächlich am Lager liegt, und schließt mit der Frage „Lagerkorrektur durchfürehn?". Mit Ja bucht flinkest zu jedem zu knappen Bestandteil eine Korrektur mit einem erklärenden Vermerk und meldet „Lagerkorrektur wurde durchgeführt" — das Bundle selbst ist damit noch nicht gebucht, dafür klickst du danach erneut auf Speichern. Sieh dir den Bestand der betroffenen Bestandteile nach einer solchen Korrektur an, bevor du weiterarbeitest; die saubere Alternative ist, den fehlenden Bestand vorher über Lagerbewegungen nachzubuchen.

Schließen verwirft den Dialog samt dem gescannten Bundle — der Artikel taucht danach nicht in der Erfassungsliste auf, du müsstest ihn neu scannen.

Aktionen

Alles auf einmal buchen. Rechts in der Fußzeile liegt Wareneingang bestätigen. Die Schaltfläche ist gesperrt, solange keine Zeile erfasst ist, und bucht ohne Rückfrage — ein Klick genügt. Je Zeile entsteht eine Lagerbewegung als Zugang auf das oben gewählte Lager, mit der gescannten Charge und der eingestellten Menge. Danach meldet flinkest „Wareneingang erfolgreich durchgeführt" und die Liste ist leer.

Kein Alles-oder-nichts. Jede Zeile wird einzeln gebucht. Scheitert eine, bleiben die übrigen gebucht; die gescheiterte Zeile bleibt stehen, und die Meldung nennt den Grund. Du kannst sie also korrigieren und erneut buchen, ohne von vorn anzufangen.

Eine einzelne Zeile buchen. Die Schaltfläche Wareneingang bestätigen auf der Karte selbst betrifft nur diese Zeile — und sie fragt vorher nach: Der Dialog Wareneingang für einen Artikel stellt die Frage „Soll der Wareneingang für diesen Artikel durchgeführt werden?" mit den Schaltflächen Ja und Nein. Nach dem Buchen verschwindet nur diese Zeile, der Rest der Liste bleibt.

Das Buchungsdatum ist der Zeitpunkt des Buchens. Ein abweichendes Datum lässt sich hier nicht eintragen. Für eine Lieferung, die schon gestern angekommen ist, nimm die Bewegung von Hand über Lagerbewegungen — dort gibst du das Datum selbst vor.

Was dieser Schirm nicht erfasst. Lieferant, Einkaufspreis, Mindesthaltbarkeitsdatum, Seriennummer und Notiz kommen im Wareneingang nicht vor; er ist auf Tempo an der Rampe ausgelegt. Brauchst du diese Angaben, erfasse die Bewegung stattdessen über Lagerbewegungen oder — wenn die Lieferung als Lieferanten-Lieferschein vorliegt — über den Lieferanten.

Warum „Seriennummer darf nicht leer sein." erscheint. Weil der Artikel laut Stammdaten eine Seriennummer verlangt — und dafür hat dieser Schirm kein Feld. Solche Artikel lassen sich im Wareneingang nicht buchen; die Zeile bleibt in der Liste stehen. Buche sie über Lagerbewegungen oder in den Artikeldetails im Reiter Lager Zu/Abgang, wo es ein Feld für die Seriennummer gibt.

Warum „Charge darf nicht leer sein." erscheint. Weil der Artikel chargenpflichtig ist, im gescannten Code aber keine Charge stand. Prüfe das Etikett: Artikelnummer und Charge müssen durch genau ein Leerzeichen getrennt zwischen den beiden Rauten stehen. Ob ein Artikel chargenpflichtig ist, steht in den Artikeldetails.

Warum „Since the serial number must be unique, only a number of 1 is allowed" erscheint. Weil beim Artikel eingestellt ist, dass jede Seriennummer nur einmal vorkommen darf. Dann umfasst eine Buchung immer genau ein Stück — eine Menge über 1 lehnt flinkest ab.

Was die Buchung mit dem Bestand macht. flinkest führt keinen Bestandszähler: Der Bestand eines Artikels ergibt sich aus der Summe aller Bewegungen, getrennt nach Lager und Charge. Zugänge zählen positiv, Abgänge negativ. Deine Buchung ist danach sofort in der Lagerübersicht, in den Lagerdetails und in der Chargenverfolgung sichtbar.

Abbrechen. Die rote Schaltfläche Abbrechen links in der Fußzeile geht einen Schritt im Browser zurück — in aller Regel dorthin, wo du hergekommen bist. Die noch nicht gebuchte Liste ist damit verworfen; bereits gebuchte Zeilen bleiben natürlich gebucht. Hast du die Seite über einen direkten Link geöffnet, gibt es keinen Schritt zurück; dann rufst du die gewünschte Seite direkt auf.

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Häufige Fragen

Wie komme ich zum Wareneingang? Über die Lagerübersicht: Dort wählst du oben ein Lager aus, danach erscheint die Schaltfläche Wareneingang. Das gewählte Lager ist im Erfassungsschirm dann schon eingetragen. Die Schaltfläche siehst du nur, wenn dein Benutzer Lagerbewegungen erfassen darf.

Der Scanner piept, aber es passiert nichts — woran liegt das? Meist an einem von drei Dingen: Es ist noch kein Lager ausgewählt (dann meldet flinkest „Bitte wählen Sie zuerst ein Lager"), das Etikett hat nicht die Form #Artikelnummer Charge# mit Rauten am Anfang und Ende, oder der Scanner sendet am Ende keinen Zeilenumbruch. Ohne dieses Abschlusszeichen erkennt flinkest den Code nicht als vollständig.

Kann ich einen Artikel ohne Scanner erfassen? Nicht auf diesem Schirm — er kennt weder Suchfeld noch Artikelauswahl. Wer von Hand erfassen will, nimmt die Schaltfläche Neu unter Lagerbewegungen; dort wählst du Artikel, Lager, Richtung, Menge und Datum aus Feldern aus.

Warum lässt sich ein Artikel hier nicht buchen, obwohl er auf Lager liegt? Wenn der Artikel eine Seriennummer verlangt, geht es im Wareneingang nicht — der Schirm hat kein Feld dafür und die Buchung wird mit „Seriennummer darf nicht leer sein." abgewiesen. Erfasse solche Artikel über Lagerbewegungen oder in den Artikeldetails im Reiter Lager Zu/Abgang.

Ich habe mitten in der Erfassung das Lager umgestellt — was ist mit den schon gescannten Zeilen? Die wandern mit. Gebucht wird immer auf das Lager, das beim Klick auf Wareneingang bestätigen oben ausgewählt ist. Buche deshalb erst fertig, bevor du das Lager wechselst; ist es schon passiert, hilft nur, die falsch gebuchten Zeilen über Lagerbewegungen zu korrigieren.

Kann ich einen Wareneingang von vorgestern nachtragen? Nicht hier — dieser Schirm bucht immer mit dem aktuellen Zeitpunkt. Für ein abweichendes Datum legst du die Bewegung unter Lagerbewegungen über Neu an; dort ist das Datum ein eigenes Feld.

Was passiert, wenn ich die Seite schließe, ohne zu buchen? Dann ist die gesammelte Liste weg und es hat sich nichts geändert. Die Erfassung lebt nur im Browser — erst Wareneingang bestätigen schreibt Lagerbewegungen.