Lieferschein bearbeiten

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-15

Im Beleg-Editor baust du einen Lieferschein-Entwurf inhaltlich auf, bevor er zu einem rechtlich bindenden Beleg wird: Empfänger, Lieferdatum, Positionen, Kopf- und Fußtext. Denselben Editor benutzt flinkest auch für Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen — diese Seite beschreibt, was am Lieferschein anders ist. Fachlich unterscheidet er sich an genau einer Stelle grundlegend: Finalisieren bewegt echten Lagerbestand. Während eine Rechnung beim Abschließen nur eine Nummer bekommt, bucht ein Lieferschein zusätzlich für jede lagergeführte Position einen Abgang — der Editor ist damit neben der Kommissionierung einer von zwei Wegen, wie im System tatsächlich Ware aus dem Lager gebucht wird.

Beleg-Editor für einen Lieferschein-Entwurf: links Empfänger, Details und Positionen, rechts die Belegvorschau

Zugriff und Status des Entwurfs

Wer den Editor öffnen darf

Den Editor öffnet nur, wer Lieferscheine bearbeiten darf — ohne dieses Recht kommst du gar nicht erst hinein, und dieselbe Berechtigung braucht jede Änderung an einer Position. Für die Schaltfläche Unterschreiben (bei eingeschalteter Unterschriften-Funktion, siehe weiter unten) brauchst du zusätzlich die eigene Berechtigung zum Unterschreiben von Lieferscheinen.

Wie du in den Editor kommst

Über das Zeilenmenü der Lieferscheinliste oder über die Schaltfläche Bearbeiten in den Lieferscheindetails — beide erscheinen nur bei Entwürfen. Direkt beim Anlegen eines neuen Lieferscheins landest du ebenfalls sofort hier. Ein Lieferschein aus der Kommissionierung landet dagegen nie in diesem Editor: Er entsteht bereits fertig und nummeriert, mit eigener Absicherung gegen gleichzeitige Bearbeitung durch mehrere Geräte. Die Regalbetreuung erzeugt dagegen einen Entwurf, den du hier vor dem Abschließen nacharbeitest — der übliche Weg, um gescannte Mengen zu prüfen.

Ein Lieferschein-Entwurf kann außerdem aus einem Auftrag heraus entstehen (nur bei aktiviertem Shop-Modul): Er kopiert Kontakt, Lieferdaten und Positionen des Auftrags 1:1 in einen neuen, nummernlosen Entwurf, ohne dabei selbst schon Bestand zu buchen. Diesen Auftragsbezug kannst du in diesem Editor nicht setzen oder ändern — nur der beschriebene Backend-Weg darf das.

Nach dem Finalisieren ist der Editor zu

Das ist der wichtigste Unterschied zum Angebot, das dauerhaft bearbeitbar bleibt: Ein Lieferschein ist nach dem Finalisieren ein ausgestellter Beleg mit Nummer und mit Wirkung auf den Lagerbestand. Rufst du die Bearbeiten-Adresse eines bereits finalisierten oder stornierten Lieferscheins trotzdem auf, meldet flinkest „Dieser Beleg wurde bereits finalisiert oder storniert. Bearbeiten ist nicht mehr möglich“ und bringt dich stattdessen in die Detailansicht — ein stornierter Lieferschein behält seine Nummer (§ 11 Abs. 1 Z 3 UStG) und bleibt deshalb genauso schreibgeschützt wie ein finalisierter. Löschen ist dann ebenfalls vorbei: „Ein finalisierter Beleg kann nicht gelöscht werden“. Ist inhaltlich etwas falsch, stornierst du den Lieferschein stattdessen in der Detailansicht (dabei lassen sich die Lagerbewegungen zurücksetzen) und legst bei Bedarf einen neuen an. Wie das Stornieren abläuft, steht bei den Lieferscheinen.

Beleg aufbauen: Empfänger, Details und Texte

Belegvorschau ohne Preise und mit dem Wasserzeichen „Entwurf“

Der Schalter Belegvorschau anzeigen unter der Kopfzeile teilt den Bildschirm: links das Formular, rechts das echte Beleg-PDF, das nach jeder gespeicherten Änderung neu erzeugt wird. Wie die Vorschau grundsätzlich arbeitet, ist bei Angebot bearbeiten beschrieben; am Lieferschein sind zwei Dinge anders: Auf dem PDF werden keine Preise gedruckt — kein Einzelpreis, kein Rabatt, keine Umsatzsteuer, kein Summenblock —, und solange der Beleg Entwurf ist, trägt das Dokument zusätzlich das Wasserzeichen Entwurf. Preise, Rabatte und Steuerbeträge erfasst und speichert flinkest trotzdem — sie sind die Innensicht, füllen die Spalte Summe der Lieferscheinliste und sind die Grundlage der Rechnung, die später aus dem Lieferschein entsteht. Weil ein Entwurf noch keine Nummer hat, setzt flinkest den Dateinamen beim Herunterladen aus Belegart, dem Zusatz „Entwurf“ und dem Kundennamen zusammen.

Empfänger und Lieferadresse festlegen

Der erste Block zeigt links unter Adresse die Empfängeranschrift und rechts die Lieferadresse. Ein Klick öffnet den Dialog Empfänger definieren mit Kundenauswahl, Adressfeldern und dem Haken Abweichende Lieferadresse; die Felder im Einzelnen sind bei Angebot bearbeiten beschrieben.

Die Lieferadresse trägt hier mehr Gewicht als sonst: Sie steht auf dem gedruckten Beleg und ist gleichzeitig eine Filtermöglichkeit in der Lieferscheinliste. Sind beim Kunden Standorte eingeschaltet, wählst du unter Standorte dieses Kunden einen hinterlegten Standort aus, statt die Anschrift zu tippen. Das ist nicht nur bequemer: Nur ein so gewählter Standort bleibt mit dem Kundenstandort verknüpft — und nur dann kann flinkest das fertige PDF nach dem Finalisieren automatisch an die dort hinterlegte Lieferschein-E-Mail-Adresse schicken (siehe „Automatischer PDF-Versand an den Lieferort“ weiter unten). Tippst du dieselbe Anschrift von Hand ein, sieht der Lieferschein optisch identisch aus, aber diese Verknüpfung — und damit der automatische Versand — entfällt.

Lieferdatum statt Leistungszeitraum

Die Box Details fasst Belegdatum und Lieferdatum zusammen, dazu Projekt, Referenz und Steuerbefreiung/Reverse Charge, sofern gesetzt. An der Stelle, an der die Rechnung ihren „Leistungszeitraum“ zeigt, steht beim Lieferschein die Beschriftung Lieferdatum — dieselben Felder (Zeitraum von/bis oder ein einzelnes Datum, mit der Schnellwahl Heute/Gestern/Dieser Monat/Letzter Monat), aber sprachlich präzisiert: Beim Lieferschein ist es das tatsächliche Datum, an dem geliefert wurde oder wird, nicht ein abstrakter Abrechnungszeitraum wie bei der Rechnung. Das Datum wird auf den Lieferschein gedruckt.

Belegdatum. Pflichtfeld, ohne Untergrenze — ein Lieferschein lässt sich auch nachtragen. Ist im Nummernkreis ein monatlicher oder jährlicher Neustart eingestellt, richtet sich dieser nach dem Belegdatum: Ein nachgetragener Lieferschein bekommt seine Nummer aus dem Zeitraum des Belegdatums, nicht des heutigen Tages, siehe Beleg-Einstellungen.

Unter Buchhaltung legst du außerdem die Umsatzart fest — Innergemeinschaftliche Lieferung/Leistung (EU), Ausfuhrlieferung (Drittland) oder Bauleistung (Reverse Charge, Inland); jede davon macht den gesamten Beleg steuerfrei. Am Lieferschein ist die Angabe wichtiger, als sie aussieht: Sie wandert unverändert in die Rechnung, die später daraus entsteht.

Kein Zahlungsziel am Lieferschein

Der Block mit „zahlbar bis“, Tagen netto und Skonto fehlt im Lieferschein-Editor mit Absicht — ein Lieferschein fordert kein Geld im Sinne einer Zahlungsfrist ein, das entsteht erst mit der Rechnung, die später daraus wird. Bei der Zustellung tatsächlich kassiertes Geld (z. B. Nachnahme) ist davon unabhängig: Das erfasst du beim Finalisieren oder Unterschreiben als sofortige Zahlung, nicht als Zahlungsfrist — siehe „Lieferschein finalisieren: Zahlung bei Übergabe erfassen“ weiter unten.

Kopf- und Fußtext für diesen Lieferschein anpassen

Über und unter den Positionen liegen die Boxen Header-Text und Footer-Text. Beide sind aus den Beleg-Einstellungen für die Belegart Lieferschein vorbelegt; ist beim Kunden ein eigener Lieferschein-Text hinterlegt, gewinnt dieser. Ein Klick öffnet jeweils einen Editor-Dialog nur für diesen einen Lieferschein; beide Texte werden auf das PDF gedruckt, auch wenn Preise und Summen dort fehlen.

Positionen erfassen

Positionen anlegen, bearbeiten und sortieren

Der mittlere Bereich ist die Positionsliste mit dem Umschalter Kompakt/Erweitert, drei Symbol-Schaltflächen je Zeile — Bearbeiten, Duplizieren, Löschen —, dem Anfasser zum Sortieren und darunter der Leiste Katalog, Manuell und „Weitere Optionen“ (Gruppe, Überschrift, Textposition, Von anderem Beleg importieren). Diese Mechanik ist für alle Belegarten gleich und bei Angebot bearbeiten ausführlich beschrieben — hier zählt nur, was am Lieferschein anders ist: das Lager, Charge/MHD/Seriennummer und der fehlende Buchhaltungsblock, siehe unten.

Alternativposition. Im Dialog Belegposition bearbeiten gibt es unter „weitere Optionen“ den Haken Alternativposition. Wird nicht zur Gesamtsumme hinzugezählt — siehe „Position aus der Summe herausnehmen“ weiter unten.

Positionen per Barcode-Scanner erfassen

Ist der Barcode-Scanner in den Beleg-Einstellungen eingeschaltet, steht neben den Hinzufügen-Schaltflächen zusätzlich der Umschalter Barcodescanner an/Barcodescanner aus. Solange er an ist, nimmt der Beleg alle Tastatureingaben als Scan entgegen — tippen kannst du in dieser Zeit nicht. Welches Format erkannt wird, konfigurierst du ebenfalls in den Beleg-Einstellungen, dieselbe Formatliste wie in der Kommissionierung und im Wareneingang; mehrere Formate lassen sich gleichzeitig aktivieren. Zusätzlich zum eigenen Textformat lässt sich GS1 aktivieren: Ein GS1-Code trägt keine Artikelnummer, sondern eine GTIN — flinkest findet den Artikel darüber über seine hinterlegte EAN und liest Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum direkt aus demselben Code in die Positionsfelder ein.

Ist die Artikelnummer bzw. EAN unbekannt, erscheint eine Fehlermeldung mit dem gescannten Wert, und es wird nichts angelegt. Gibt es die Kombination aus Artikel und Charge im Lieferschein schon, erhöht flinkest nur die Menge dieser Position um 1 — bringt der Scan ein Mindesthaltbarkeitsdatum mit, das die Position noch nicht hatte, übernimmt flinkest es nachträglich, ein Scan ohne Datum lässt ein bereits erfasstes unangetastet. Zwei Scans innerhalb einer Sekunde wertet flinkest als Doppelscan und ignoriert den zweiten.

Lager an der Position auswählen

Ist der Artikel lagergeführt, zeigt der Dialog Belegposition bearbeiten die Gruppe Lager mit einem Pflicht-gekennzeichneten Auswahlfeld — beim Anlegen aus dem Katalog ist das Standardlager des Artikels vorbelegt. Praktisch ist es das auch: Genau dieses Lager wird beim Finalisieren belastet. Das Pflicht-Kennzeichen blockiert das Speichern allerdings nicht — bleibt das Feld leer, lässt sich die Position trotzdem speichern und der Lieferschein trotzdem abschließen, nur bucht diese Position dann keinen Bestand. Bei „der Bestand stimmt nicht“ lohnt es sich deshalb zuerst, die Lagerauswahl der betroffenen Positionen anzusehen.

Charge, Mindesthaltbarkeitsdatum und Seriennummer können Pflicht werden

Unter Sonstiges erfasst du bei jedem lagergeführten Artikel zusätzlich Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und Seriennummer. Ist beim Artikel eine Chargenpflicht hinterlegt, verlangt flinkest die Chargennummer ausschließlich im Lieferschein — auf Angebot, Auftragsbestätigung und Rechnung bleibt sie freiwillig; dieselbe Regel gilt getrennt für das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Artikeln, die es verlangen, und für die Seriennummer bei Artikeln mit Seriennummernpflicht. Anders als bei der Lagerauswahl blockiert diese Pflicht hier tatsächlich das Speichern: Fehlt eine verlangte Angabe, lässt sich die Position nicht sichern, und der Fehler steht direkt am Feld.

Der Grund liegt in der Wirkung: Erst der Lieferschein bewegt tatsächlich Ware. Alle drei Angaben wandern in die Lagerbewegung, damit die Chargenverfolgung lückenlos bleibt — auf einem Angebot, wo noch gar nichts bewegt wird, wäre die Pflicht sinnlos.

Charge aus dem tatsächlichen Lagerbestand wählen

Sobald an einer lagergeführten Position ein Lager gewählt ist, erscheint neben dem Chargenfeld die Schaltfläche Aus Lagerbestand wählen. Sie öffnet den Dialog Charge wählen mit einer Kartenliste aller auf diesem Lager tatsächlich vorhandenen Charge/Mindesthaltbarkeitsdatum-Kombinationen, aufsteigend nach Mindesthaltbarkeitsdatum sortiert (älteste zuerst, unbekannte Daten zuletzt). Ein Klick auf eine Karte übernimmt Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum gleichzeitig — praktisch, weil freie Texteingabe fehleranfällig ist (Tippfehler, falsches Datum), und besonders hilfreich dort, wo die Chargennummer ohnehin Pflicht ist.

Der Dialog „Charge wählen“ mit einer Kartenliste vorhandener Chargen samt Menge und Mindesthaltbarkeitsdatum

Trägt eine Charge im Bestand mehrere unterschiedliche Mindesthaltbarkeitsdaten (ein Datenqualitäts-Sonderfall), zeigt der Dialog dafür mehrere Karten mit dem Hinweis, dass sich die angezeigte Menge auf die gesamte Charge bezieht, nicht exakt auf dieses Datum — flinkest gruppiert Bestand nur nach Charge, nicht nach Charge und Datum zugleich, und zeigt lieber diesen Hinweis, als eine Genauigkeit vorzutäuschen, die die Datenlage nicht hergibt. Die freie Eingabe bleibt daneben jederzeit möglich, auch für eine Charge, die im gewählten Lager noch gar nicht erfasst ist.

Kein Buchhaltungsblock am Lieferschein

Buchungskonto, Kostenstelle und Kostenschlüssel gibt es im Positionsdialog nur bei Rechnungen und bei einer Gutschrift. Am Lieferschein fehlt die Gruppe Buchhaltung ganz — kontiert wird erst der Folgebeleg. Menge, Einzelpreis, Rabatt und Summe erfasst du trotzdem wie bei jeder anderen Belegart, sie sind die Grundlage der Rechnung, die später daraus entsteht.

Position aus der Summe herausnehmen

Im Dialog Belegposition bearbeiten nimmt der Haken Alternativposition. Wird nicht zur Gesamtsumme hinzugezählt eine Position ausschließlich aus der Summenrechnung heraus: Netto-, Steuer- und Gesamtsumme überspringen sie, sowohl in der Live-Anzeige im Editor als auch in PDF und Belegsummen; auf dem Beleg bekommt die Position zusätzlich den Namenszusatz „(optional)“. Die Position bleibt trotzdem auf dem Lieferschein sichtbar, und am Lager ändert der Haken nichts: Ist die Position lagergeführt und ein Lager gewählt, bucht flinkest sie beim Finalisieren ganz normal aus. Wer eine Position wirklich nicht ausliefern will, muss sie löschen oder ihr Lagerfeld leeren — der Haken ist reine Kalkulationslogik, kein Steuerungsfeld für die Lieferung selbst.

Lieferschein finalisieren: Zahlung bei Übergabe erfassen

Zahlungserfassung ist eine Einstellung, kein Zwang

Viele Lieferungen werden bei Übergabe bar oder mit Karte bezahlt, und der Moment, in dem der Lieferschein abgeschlossen wird, ist der natürliche Zeitpunkt, das im System festzuhalten. Ob der „Lieferschein finalisieren“-Knopf dafür überhaupt einen Zwischenschritt zeigt, entscheidet die Einstellung Zahlungserfassung am Lieferschein in den Beleg-Einstellungen — standardmäßig aus. Opt-in, weil nicht jeder Betrieb gegen Nachnahme liefert; ohne aktive Einstellung soll niemand einen unnötigen Extra-Klick bekommen.

Ohne Zahlungserfassung: sofort finalisieren ohne Rückfrage

Ist die Einstellung ausgeschaltet, finalisiert ein Klick auf Lieferschein finalisieren sofort, ohne jede Bestätigung — anders als bei Rechnung oder Angebot, wo eine native Ja/Nein-Rückfrage erscheint. Eine bewusste Design-Entscheidung: Wenn ohnehin nichts abzufragen ist, reicht ein einzelner Klick. Danach meldet flinkest „Der Beleg wurde finalisiert“ und bringt dich in die Lieferscheindetails. Ein zweiter Versuch (etwa aus einem zweiten Browser-Tab) wird mit „Der Beleg wurde bereits finalisiert“ abgelehnt.

Der Dialog „Lieferschein finalisieren“ mit optionaler Zahlung

Ist die Einstellung eingeschaltet, öffnet die Schaltfläche stattdessen den Dialog Lieferschein finalisieren — er ersetzt die sonst übliche Ja/Nein-Rückfrage komplett, mit dem Hinweis „Dieser Lieferschein wird finalisiert – er kann danach nicht mehr geändert werden.“ und der Checkbox Zahlung erhalten.

Der Dialog „Lieferschein finalisieren“ mit der Checkbox „Zahlung erhalten“

Bleibt die Checkbox unangehakt, schließt der eine Bestätigen-Button den Lieferschein direkt ab, ganz ohne Zahlung — nicht jede Lieferung wird bar oder mit Karte kassiert, die Rechnung folgt dann separat. Hakst du sie an, erscheinen zusätzliche Felder für die Zahlung selbst, siehe unten; der Bestätigen-Button (trägt ebenfalls die Beschriftung „Lieferschein finalisieren“) schließt den Beleg dann in einem Zug ab und erfasst die Zahlung.

Betrag, Zahlungsart und Kassa. Der Betrag ist mit der Belegsumme vorbelegt; ob er sich überschreiben lässt, steuert die Einstellung Teilbeträge erlauben — manche Betriebe wollen ausschließlich den vollen Betrag als „bezahlt“ erfassen können, andere brauchen Teilzahlung (etwa eine Anzahlung bei Übergabe). Als Zahlungsart stehen Bargeld oder Karte zur Wahl; bei Bargeld kommt eine Kassa-Auswahl dazu, die bei genau einer aktiven Bargeld-Kasse automatisch entfällt. Existieren mehrere und triffst du keine Auswahl, lehnt flinkest das Bestätigen mit einer Fehlermeldung ab, statt zu raten, welche Kasse gemeint war.

Berechtigung für die Zahlungserfassung

Sobald beim Finalisieren tatsächlich eine Zahlung mitgeschickt wird, prüft das Backend zusätzlich zur Berechtigung, Lieferscheine zu bearbeiten, explizit die eigene Berechtigung, Zahlungen zu erfassen — fehlt sie, lehnt flinkest ab, bevor irgendetwas gebucht oder nummeriert wird. Ohne Zahlung im Request reicht die Bearbeiten-Berechtigung allein. Ein Nutzer ohne diese Zahlungs-Berechtigung sieht die Checkbox Zahlung erhalten zwar weiterhin, scheitert aber beim Bestätigen mit angehakter Checkbox am Backend. Derselbe Guard gilt identisch auf der Lieferscheindetailseite, weil beide denselben Endpunkt aufrufen.

Finalisieren bucht den Lagerbestand

Was beim Finalisieren aus dem Lager gebucht wird

Die Lagerbuchung passiert genau hier — nicht beim Anlegen und nicht beim Speichern einer Position, ein Entwurf bewegt nie Bestand. Gebucht wird ein Abgang für jede Position, bei der drei Dinge zusammenkommen: Der Artikel ist lagergeführt, auf der Position steht ein Lager, und es ist eine Menge erfasst. Lager, Charge, Mindesthaltbarkeitsdatum und Seriennummer der Position wandern mit in die Bewegung. Nachsehen kannst du danach unter Lagerbewegungen und in der Detailansicht des Lieferscheins. Fällt der Bestand dabei unter einen für Artikel und Lager hinterlegten Schwellenwert, löst flinkest die dort eingestellte Aktion aus.

Gehört der Lieferschein zu einem Auftrag (siehe „Wie du in den Editor kommst“ oben), berechnet flinkest beim Finalisieren zusätzlich automatisch die Differenz zum ursprünglichen Auftrag — hinzugekommene, fehlende und in Menge, Preis oder Steuer abweichende Positionen — und speichert sie am Beleg. Aktuell zeigt kein Bildschirm diese Differenz an, weder dieser Editor noch die Detail- oder Listenansicht von Lieferschein oder Auftrag; die Daten stehen bereit, sind aber (noch) nicht ausgewertet.

Wenn der Bestand für eine Position nicht reicht

Ist in den Beleg-Einstellungen die Option „Artikel muss auf Lager liegen“ aktiv, prüft flinkest vor jeder Buchung den verfügbaren Bestand für genau diese Kombination aus Artikel, Lager und Charge. Reicht er nicht, bricht das Finalisieren mit der (nicht übersetzten, englischen) Meldung „not enough on stock for pos #“ plus Positionsnummer ab. Der Lieferschein bleibt Entwurf, es wird nichts gebucht und keine Nummer verbraucht — das gilt auch für eine im selben Schritt geprüfte Zahlung: Sie wird zwar vorab validiert, aber erst nach der Nummernvergabe tatsächlich angelegt, damit ein misslungenes Finalisieren niemals eine bereits „verbrannte“ Belegnummer hinterlässt. Prüfe bei dieser Meldung, ob auf der genannten Position das richtige Lager und die richtige Charge stehen, und korrigiere bei Bedarf den Bestand im Lager. Ist die Option ausgeschaltet, bucht flinkest anstandslos auch in den negativen Bestand.

Unterschreiben statt Finalisieren

Der Button „Unterschreiben“ ersetzt „Lieferschein finalisieren“

Ist die Unterschriften-Funktion in den Beleg-Einstellungen eingeschaltet, steht oben rechts an derselben Stelle statt „Lieferschein finalisieren“ die Schaltfläche Unterschreiben — Betriebe, die den Lieferschein direkt bei Übergabe unterschreiben lassen, aktivieren dafür diese Einstellung. Ein eigenständiges Finalisieren gibt es für einen so eingestellten Lieferschein im Editor gar nicht mehr. Ein Klick auf Unterschreiben speichert selbst nichts Neues — die Positionen sind ohnehin laufend gespeichert —, sondern navigiert direkt in die Lieferscheindetails und öffnet dort automatisch den Unterschreiben-Dialog. Finalisieren und Unterschreiben laufen von dort aus als ein einziger Schritt, inklusive der dort gleichermaßen möglichen Zahlungserfassung und der automatischen Fakturierung; wie dieser Dialog aussieht und was er bewirkt, steht auf der Lieferscheindetails-Seite.

Ohne die Berechtigung zum Unterschreiben von Lieferscheinen erscheint an dieser Stelle gar keine Schaltfläche — kein Rückfall auf das reine Finalisieren.

Automatischer PDF-Versand an den Lieferort

Ist die Unterschriften-Funktion ausgeschaltet und trägt die verknüpfte Lieferadresse (ein ausgewählter Kundenstandort, siehe „Empfänger und Lieferadresse festlegen“ oben) eine hinterlegte Lieferschein-E-Mail-Adresse, verschickt das Finalisieren automatisch das fertige PDF dorthin. Ist die Unterschriften-Funktion dagegen aktiv, entfällt dieser automatische Versand hier — stattdessen übernimmt der Unterschreiben-Vorgang auf der Detailseite den Versand, ein zweiter automatischer Versand wäre doppelt. Schlägt der Versand fehl, bleibt der Lieferschein trotzdem finalisiert; der Fehler wird nur protokolliert, und der Beleg gilt erst dann als „per E-Mail versendet“, wenn der Versand tatsächlich geklappt hat. Die häufigste Ursache für einen ausbleibenden Versand: Die Lieferanschrift wurde von Hand eingetippt statt über einen Kundenstandort ausgewählt — der Lieferschein sieht dann identisch aus, aber die Verknüpfung fehlt.

Automatische Fakturierung nach dem Finalisieren

Sofortige Rechnung bei Fakturierungsart „Sofort nach Lieferschein“

Zusätzlich zur Lagerbuchung entscheidet flinkest beim Finalisieren — sofern die Unterschriften-Funktion ausgeschaltet ist, sonst trifft die Detailseite dieselbe Entscheidung beim Unterschreiben —, was fakturisch mit dem Lieferschein passiert. Trägt der Kunde unter Fakturierungsart „Sofort nach Lieferschein“, erstellt, finalisiert und verschickt flinkest automatisch eine Rechnung daraus; auf der Lieferscheindetailseite erscheint danach ein Verweis auf die neue Rechnung. Für Kunden mit sofortiger Fakturierung ist so kein zweiter manueller Schritt nötig — der Lieferschein-Abschluss selbst ist bereits der Auslöser.

Keine Rechnung nötig bei vollständiger Barzahlung

War der Lieferschein beim Finalisieren bereits vollständig bar oder mit Karte bezahlt (Checkbox Zahlung erhalten im Finalisieren-Dialog, siehe oben), entfällt die automatische Rechnung von vornherein — unabhängig von der Fakturierungsart des Kunden. Eine bei Zustellung kassierte Lieferung braucht keine Folgerechnung mehr; eine Teilzahlung oder eine Zahlung ohne erfasste Methode zählt dabei ausdrücklich nicht als „vollständig bezahlt“ und löst diesen Vorrang nicht aus — im Zweifel wird lieber fakturiert, als eine Rechnung fälschlich zu unterdrücken.

Sammelrechnung und manuelle Fakturierung

Bei Kunden mit der Fakturierungsart Monatliche Sammelrechnung oder Manuell passiert beim Finalisieren nichts automatisch — der Lieferschein wartet auf den weiterhin manuell gestarteten Rechnungslauf. Kein Cron, keine automatische Sammelrechnung: bewusste Design-Entscheidung, der Rechnungslauf bleibt ein von Menschen gestarteter Schritt.

Entwurf löschen

Entwurf löschen

Über Entwurf löschen oben rechts fragt flinkest erst nach „Soll der Entwurf wirklich gelöscht werden?“ und meldet danach „Der Entwurf wurde gelöscht“ — anschließend geht es zurück in die Lieferscheinliste. Mit dem Entwurf verschwinden seine Positionen; Verweise auf einen verknüpften Vor- oder Folgebeleg sowie auf einen Arbeitsbericht werden nur gelöst, die betroffenen Datensätze selbst bleiben erhalten. Weil ein Entwurf nie Lagerbestand gebucht hat, ändert sich am Bestand nichts. Ein bereits finalisierter Lieferschein lässt sich dagegen nicht mehr löschen, siehe „Nach dem Finalisieren ist der Editor zu“ oben.

Auch unterwegs

Dieses Formular hat in den mobilen Apps (iOS/Android) eine vollwertige Entsprechung: Der Tab Lieferscheine legt Lieferscheine offline an, mit Barcode-Scan (falls aktiviert), Chargen-/Seriennummer-Erfassung und Unterschrift. Bis zur Server-Finalisierung bleibt der Beleg auch dort editierbar. Preise und Rabatte zeigt die App nie an.

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Häufige Fragen

Warum kann ich meinen Lieferschein nicht mehr bearbeiten? Weil er finalisiert oder storniert ist. Ein finalisierter Lieferschein trägt eine Nummer und hat Lagerbestand bewegt; ein stornierter behält seine Nummer und bleibt aus demselben Grund gesperrt. flinkest meldet beim Öffnen „Dieser Beleg wurde bereits finalisiert oder storniert. Bearbeiten ist nicht mehr möglich“ und führt dich in die Detailansicht. Löschen geht dann ebenfalls nicht mehr. Ist etwas falsch, storniere den Lieferschein und lege bei Bedarf einen neuen an — nur Angebote und Kostenvoranschläge bleiben dauerhaft bearbeitbar.

Warum sehe ich statt „Lieferschein finalisieren“ den Button „Unterschreiben“? Weil in den Beleg-Einstellungen die Unterschriften-Funktion eingeschaltet ist. Mit ihr gibt es kein eigenständiges Finalisieren mehr im Editor — Unterschreiben und Finalisieren laufen zusammen auf der Lieferscheindetailseite, die der Button automatisch mit geöffnetem Unterschreiben-Dialog aufruft. Ohne die Berechtigung zum Unterschreiben von Lieferscheinen siehst du an dieser Stelle gar keine Schaltfläche, auch keine Ausweichmöglichkeit zum reinen Finalisieren.

Warum werde ich beim Finalisieren nach einer Zahlung gefragt? Weil in den Beleg-Einstellungen die Zahlungserfassung am Lieferschein eingeschaltet ist — gedacht für Betriebe, die bei der Zustellung kassieren, etwa per Nachnahme. Die Checkbox Zahlung erhalten im Dialog ist freiwillig: Bleibt sie unangehakt, wird der Lieferschein ganz normal ohne Zahlung finalisiert. Ist die Einstellung ausgeschaltet, erscheint gar kein Dialog, und der Lieferschein finalisiert sofort ohne Rückfrage.

Warum verlangt der Lieferschein eine Chargennummer, das Angebot aber nicht? Weil erst der Lieferschein tatsächlich Ware bewegt. Ist beim Artikel eine Chargenpflicht hinterlegt, ist die Chargennummer im Lieferschein ein Pflichtfeld, das das Speichern blockiert — bei Seriennummernpflicht entsprechend die Seriennummer, bei Mindesthaltbarkeitspflicht das Mindesthaltbarkeitsdatum. Alle drei Angaben werden in die Lagerbewegung übernommen, damit später nachvollziehbar bleibt, welche Charge an welchen Kunden gegangen ist. Beim Erfassen hilft der Dialog Charge wählen, der zeigt, was auf dem gewählten Lager tatsächlich vorhanden ist, statt die Nummer abzutippen.

Für welche Kunden erstellt flinkest nach dem Finalisieren automatisch eine Rechnung? Nur für Kunden mit der Fakturierungsart „Sofort nach Lieferschein“ — und nur, wenn die Unterschriften-Funktion ausgeschaltet ist (sonst trifft die Detailseite dieselbe Entscheidung beim Unterschreiben). War der Lieferschein bereits vollständig bar oder mit Karte bezahlt, entfällt die Rechnung von vornherein. Bei „Monatliche Sammelrechnung“ oder „Manuell“ passiert nichts automatisch, der Lieferschein wartet auf den Rechnungslauf.

Ich habe an einer Position kein Lager ausgewählt — was passiert? Die Position wird geliefert und gedruckt, bewegt aber keinen Bestand. Das Feld Lager ist als Pflichtfeld gekennzeichnet, blockiert das Speichern aber nicht: Gebucht wird beim Finalisieren nur dort, wo ein lagergeführter Artikel, ein ausgewähltes Lager und eine Menge zusammenkommen. Soll der Abgang stimmen, trage das Lager vor dem Abschließen nach.

Häufige Fragen zu dieser Seite

Warum werde ich beim Finalisieren nach einer Zahlung gefragt?

Weil in den Beleg-Einstellungen die Zahlungserfassung am Lieferschein eingeschaltet ist — gedacht für Betriebe, die bei der Zustellung kassieren, etwa per Nachnahme. Die Checkbox „Zahlung erhalten" im Dialog ist freiwillig: Bleibt sie unangehakt, wird der Lieferschein ganz normal ohne Zahlung finalisiert. Ist die Einstellung ausgeschaltet, erscheint gar kein Dialog und der Lieferschein finalisiert sofort.

Warum kann ich meinen Lieferschein nicht mehr bearbeiten?

Weil er finalisiert ist. Ein Lieferschein trägt danach eine Nummer und hat Lagerbestand bewegt — deshalb meldet flinkest beim Öffnen „Dieser Beleg wurde bereits finalisiert. Bearbeiten ist nichtmehr möglich" und führt dich in die Detailansicht. Löschen geht dann ebenfalls nicht mehr („Ein finalisierter Beleg kann nicht gelöscht werden"). Ist etwas falsch, storniere den Lieferschein und lege einen neuen an. Nur Angebote und Kostenvoranschläge bleiben dauerhaft bearbeitbar.

Was bedeutet „not enough on stock for pos #3"?

Für die Position mit dieser Nummer reicht der Bestand in genau dieser Kombination aus Artikel, Lager und Charge nicht, und in den Beleg-Einstellungen ist „Artikel muss auf Lager liegen" aktiv. Das Finalisieren bricht ab, der Lieferschein bleibt Entwurf, es wurde nichts gebucht und keine Nummer verbraucht. Öffne die genannte Position, prüfe Lager und Charge und korrigiere gegebenenfalls den Bestand.

Ich habe an einer Position kein Lager ausgewählt — was passiert?

Die Position wird geliefert und gedruckt, bewegt aber keinen Bestand. Das Feld Lager ist als Pflichtfeld gekennzeichnet, blockiert das Speichern aber nicht: Gebucht wird beim Finalisieren nur dort, wo ein lagergeführter Artikel, ein ausgewähltes Lager und eine Menge zusammenkommen. Wenn der Abgang stimmen soll, trage das Lager vor dem Abschließen nach.

Warum verlangt der Lieferschein eine Chargennummer, das Angebot aber nicht?

Weil erst der Lieferschein tatsächlich Ware bewegt. Ist beim Artikel eine Chargenpflicht hinterlegt, ist die Chargennummer im Lieferschein ein Pflichtfeld — bei Seriennummernpflicht entsprechend die Seriennummer, bei Mindesthaltbarkeitspflicht entsprechend das Mindesthaltbarkeitsdatum. Alle drei Angaben werden in die Lagerbewegung übernommen, damit später nachvollziehbar bleibt, welche Charge an welchen Kunden gegangen ist. In Angeboten und Rechnungen bleiben die Felder freiwillig.

Kann ich Positionen per Barcode-Scanner erfassen?

Ja, wenn die Barcode-Erfassung in den Beleg-Einstellungen eingeschaltet ist. Aktiviere dazu den Umschalter Barcodescanner an neben den Hinzufügen-Schaltflächen der Positionsliste und scanne — solange er an ist, geht keine Tastatureingabe mehr ins Formular, nur an den Scanner. Kennt flinkest die gescannte Artikelnummer oder EAN nicht, erscheint eine Fehlermeldung und es wird nichts angelegt; ist der Artikel mit derselben Charge schon auf dem Lieferschein, erhöht sich nur die Menge, ein mitgescanntes Mindesthaltbarkeitsdatum wird dabei nachträglich übernommen.

Bucht eine als „Alternativposition" markierte Zeile trotzdem Lagerbestand?

Ja. Der Haken Alternativposition. Wird nicht zur Gesamtsumme hinzugezählt im Dialog Belegposition bearbeiten wirkt ausschließlich auf die Summenspalte der Liste — die Position bleibt auf dem Lieferschein sichtbar und wird beim Finalisieren ganz normal aus dem gewählten Lager ausgebucht, sofern der Artikel lagergeführt ist.

Ich habe ein Mindesthaltbarkeitsdatum eingetragen, aber es steht nicht auf dem PDF. Aktuell gibt es dafür keine Druckoption — anders als bei Chargennummer und Seriennummer, deren Sichtbarkeit auf dem PDF sich im Belegdesign einstellen lässt, erscheint das Mindesthaltbarkeitsdatum nirgends gedruckt. Nachsehen kannst du es im Positionsdialog selbst, in der Lieferscheindetailansicht und in der Lagerbewegung, die daraus entsteht.

Warum sehe ich statt „Lieferschein finalisieren" den Button „Unterschreiben"?

Weil in den Beleg-Einstellungen die Unterschriften-Funktion eingeschaltet ist. Mit ihr gibt es kein eigenständiges Finalisieren mehr im Editor — Unterschreiben und Finalisieren laufen zusammen auf der Lieferscheindetailseite, die der Button automatisch öffnet. Ohne die Berechtigung zum Unterschreiben von Lieferscheinen siehst du an dieser Stelle gar keine Schaltfläche, auch keine Ausweich-Möglichkeit zum reinen Finalisieren.

Was passiert genau, wenn ich einen Lieferschein-Entwurf lösche?

Über Entwurf löschen oben rechts fragt flinkest erst nach („Soll der Entwurf wirklich gelöscht werden?") und meldet danach „Der Entwurf wurde gelöscht". Mit dem Entwurf verschwinden seine Positionen; Verweise auf einen verknüpften Vor- oder Folgebeleg sowie auf einen Arbeitsbericht werden nur gelöst, die betroffenen Datensätze selbst bleiben erhalten. Weil ein Entwurf nie Lagerbestand gebucht hat, ändert sich am Bestand nichts.

Warum sollte ich beim Lieferschein einen hinterlegten Kundenstandort wählen, statt die Lieferadresse frei einzutippen?

Nur eine über Standorte dieses Kunden ausgewählte Adresse bleibt mit dem tatsächlichen Kundenstandort verknüpft. Diese Verknüpfung entscheidet nach dem Finalisieren, ob flinkest das fertige PDF automatisch an die dort hinterlegte Lieferschein-E-Mail-Adresse schickt. Tippst du dieselbe Anschrift von Hand in die freien Adressfelder, sieht der Lieferschein optisch identisch aus, aber der automatische Versand entfällt.

Warum heißt das Datumsfeld beim Lieferschein „Lieferdatum" und nicht wie bei der Rechnung „Leistungszeitraum"?

Weil es fachlich etwas anderes beschreibt: Bei der Rechnung ist der Leistungszeitraum ein abstrakter Abrechnungszeitraum, beim Lieferschein ist es das tatsächliche Datum, an dem die Ware geliefert wurde oder wird. flinkest zeigt an derselben Stelle im Dialog Beleg Details deshalb je Belegart eine andere Beschriftung für dasselbe Feldpaar (Zeitraum von/bis oder ein einzelnes Datum), inklusive der Schnellwahl Heute/Gestern/Dieser Monat/Letzter Monat.

Warum gibt es im Lieferschein-Editor kein Feld für Zahlungsziel oder Skonto?

Weil ein Lieferschein kein Zahlungsziel im Sinne einer Zahlungsfrist hat — er fordert kein Geld „auf Ziel" ein, das entsteht erst mit der Rechnung, die später daraus wird. Bei Zustellung tatsächlich kassiertes Geld (z. B. Nachnahme) ist davon unabhängig und wird stattdessen als sofortige Zahlung beim Finalisieren oder Unterschreiben erfasst, nicht als Zahlungsfrist.

Kann ich den Einleitungs- oder Abschlusstext für einen einzelnen Lieferschein anpassen?

Ja. Über die Boxen Header-Text und Footer-Text oberhalb bzw. unterhalb der Positionen öffnest du je einen Editor-Dialog und passt den Text nur für diesen einen Lieferschein an. Vorbelegt sind beide aus den Beleg-Einstellungen für die Belegart Lieferschein, oder — falls dort hinterlegt — aus einem eigenen Lieferschein-Text beim Kunden. Beide Texte werden gedruckt, auch wenn Preise und Summen auf dem Lieferschein fehlen.

Welches Lager wird beim Finalisieren tatsächlich belastet?

Genau das Lager, das im Dialog Belegposition bearbeiten in der Gruppe Lager ausgewählt ist — beim Anlegen aus dem Katalog ist das Standardlager des Artikels vorbelegt, lässt sich pro Position aber ändern. Steht dort kein Lager, bewegt diese Position beim Finalisieren keinen Bestand; der Lieferschein lässt sich trotzdem abschließen, nur der Lagerabgang bleibt aus.

Warum fehlen am Lieferschein die Felder für Buchungskonto, Kostenstelle und Kostenschlüssel?

Weil ein Lieferschein noch kein buchhaltungsrelevanter Beleg ist — kontiert wird erst der Folgebeleg. Die Gruppe Buchhaltung im Positionsdialog gibt es deshalb nur bei Rechnungen und Gutschriften, am Lieferschein fehlt sie vollständig; Menge, Preis und Rabatt erfasst du trotzdem, sie sind die Grundlage der späteren Rechnung.

Wie finde ich beim Erfassen einer Charge schnell heraus, was auf dem gewählten Lager tatsächlich vorhanden ist?

Sobald an einer lagergeführten Position ein Lager gewählt ist, erscheint neben dem Chargenfeld die Schaltfläche Aus Lagerbestand wählen. Sie öffnet den Dialog Charge wählen mit einer Kartenliste aller auf diesem Lager tatsächlich vorhandenen Chargen samt Menge und Mindesthaltbarkeitsdatum, älteste zuerst. Ein Klick auf eine Karte übernimmt Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum gleichzeitig — ohne dass du beides abtippen musst. Die freie Eingabe bleibt daneben weiterhin möglich.

Speichert der Klick auf „Unterschreiben" den Lieferschein sofort ab?

Nein, noch nicht. Die Positionen sind ohnehin laufend gespeichert; der Klick bringt dich lediglich direkt in die Lieferscheindetails und öffnet dort automatisch den Unterschreiben-Dialog. Das eigentliche Finalisieren — Nummernvergabe, Bestandsbuchung, optionale Zahlungserfassung — passiert erst in diesem Dialog auf der Detailseite, nicht schon beim Klick im Editor.

Warum lande ich nach dem Klick auf „Unterschreiben" auf einer anderen Seite, ohne dass sich am Lieferschein sichtbar etwas geändert hat?

Weil „Unterschreiben" im Editor nur ein Sprungbrett ist: Du wirst zur Lieferscheindetailseite weitergeleitet, wo sich automatisch der Unterschreiben-Dialog öffnet. Der Lieferschein bleibt bis zu diesem Dialog unverändert Entwurf — erst das Bestätigen dort finalisiert ihn tatsächlich.

Für welche Kunden erstellt flinkest nach dem Finalisieren automatisch eine Rechnung aus dem Lieferschein?

Nur für Kunden, bei denen unter Fakturierungsart „Sofort nach Lieferschein" eingestellt ist — und nur, wenn die Unterschriften-Funktion in den Beleg-Einstellungen ausgeschaltet ist (sonst trifft die Detailseite dieselbe Entscheidung beim Unterschreiben). flinkest erstellt die Rechnung dann automatisch, finalisiert und verschickt sie. Bei „Monatliche Sammelrechnung" oder „Manuell" passiert nichts automatisch, der Lieferschein wartet auf den Rechnungslauf.

Warum wurde für einen sofort abzurechnenden Kunden keine automatische Rechnung erstellt, obwohl der Lieferschein finalisiert wurde?

Das passiert, wenn der Lieferschein beim Finalisieren bereits vollständig bar oder mit Karte bezahlt wurde (Checkbox Zahlung erhalten im Finalisieren-Dialog). Eine vollständige Bar- oder Kartenzahlung hat immer Vorrang vor der Fakturierungsart des Kunden — flinkest geht davon aus, dass eine bereits kassierte Lieferung keine Folgerechnung mehr braucht, und markiert sie stattdessen als „keine Rechnung nötig".

Warum zeigt die PDF-Vorschau meines Lieferscheins keine Preise und ein Wasserzeichen „Entwurf"?

Beides ist gewolltes Verhalten am Lieferschein: Preise, Rabatte, Umsatzsteuer und der Summenblock werden auf dem Lieferschein-PDF grundsätzlich nie gedruckt — die Belegsummen sind reine Innensicht und die Grundlage der späteren Rechnung. Solange der Beleg Entwurf ist, trägt das Dokument zusätzlich das Wasserzeichen Entwurf; es verschwindet erst mit dem Finalisieren, wenn der Lieferschein eine echte Belegnummer trägt.

Kann ich einen Lieferschein auch am Handy fertigstellen?

Ja. Dieser Editor hat in den mobilen Apps (iOS/Android) eine vollwertige Entsprechung im Tab Lieferscheine: Lieferscheine lassen sich dort offline anlegen, inklusive Barcode-Scan (falls aktiviert), Chargen-/Seriennummer-Erfassung und Unterschrift. Bis zur Server-Finalisierung bleibt der Beleg auch dort editierbar; Preise und Rabatte zeigt die App grundsätzlich nie an.

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