Kundenpreise

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-05

Hier legst du fest, was ein einzelner Kunde für deine Artikel zahlt: einen eigenen Preis für einen bestimmten Artikel oder einen Rabatt auf ganze Shop-Kategorien. Was hier steht, zieht flinkest beim Erfassen von Belegen automatisch heran — du musst beim Schreiben einer Rechnung also nicht daran denken. Du kommst auf die Seite aus den Kundendetails über die Schaltfläche Preise im Kopfbereich.

Preise eines Kunden mit den Reitern „Nach Shop-Kategorien" und „Nach Produkten"

Kopfzeile und Reiter

Ganz oben steht Preise für und der Name des Kunden. Darunter liegen zwei Reiter:

  • Nach Shop-Kategorien — ein Rabatt, der für alle Artikel einer Kategorie gilt. Diesen Reiter gibt es nur mit aktiviertem Shop-Modul.
  • Nach Produkten — ein eigener Preis oder Rabatt für einen einzelnen Artikel.

Ohne Shop-Modul öffnet die Seite direkt den Reiter Nach Produkten, und der Kategorie-Reiter fehlt ganz.

Berechtigung. Die Seite steht nur Benutzern offen, die Preise bearbeiten dürfen. Fehlt das Recht, taucht die Schaltfläche Preise in den Kundendetails gar nicht erst auf, und der direkte Aufruf der Adresse landet auf einer Hinweisseite. Wer welches Recht hat, steht in der Benutzerverwaltung.

Nach Shop-Kategorien

Der Reiter zeigt deine Shop-Kategorien als aufklappbaren Baum mit zwei Spalten: Name (darunter klein die Beschreibung der Kategorie) und Rabatt. Kategorien ohne eigene Vereinbarung stehen auf 0%.

Zum Ändern klickst du rechts in der Zeile auf das Stift-Symbol. Es öffnet sich ein kleines Feld mit der Überschrift Rabatt für und dem Kategorienamen: Zahl eintragen, daneben % oder wählen, Speichern. flinkest bestätigt mit „Rabatt wurde gespeichert" und trägt den Wert sofort in die Zeile ein. Ein Rabatt gilt nur für die Kategorie, an der er steht — Unterkategorien erben ihn nicht.

Wenn der Reiter leer bleibt. Der Baum erscheint erst, wenn es für diesen Kunden schon mindestens einen Kategorie-Eintrag gibt. Bei einem Kunden, für den noch nie etwas zu einer Kategorie hinterlegt wurde, zeigt der Reiter deshalb nichts an. Den ersten Eintrag erzeugst du unter Sichtbarkeit der Shop-Kategorien — dort einmal den Schalter einer beliebigen Kategorie umlegen. Danach steht der Baum hier zur Verfügung.

Sichtbarkeit und Rabatt hängen zusammen. Beide Angaben gehören zum selben Eintrag. Blendest du eine Kategorie für diesen Kunden aus, zählt ihr Rabatt bei der Preisermittlung nicht mehr mit — auch nicht außerhalb des Shops.

Ein Artikel in mehreren Kategorien. Liegt ein Artikel in mehreren Kategorien, für die dieser Kunde einen Rabatt hat, gewinnt die Kategorie, die für ihn den niedrigsten Preis ergibt. Kategorien mit Rabatt 0 bleiben dabei außen vor.

Der Hinweis über dem Baum. Hat der Kunde im Feld Rabatt seines Stammdatenformulars (Abschnitt Konditionen) einen allgemeinen Rabatt stehen, blendet flinkest darüber einen Hinweis ein: „Dieser Kunde hat bereits einen allgemeinen Rabatt von …" samt dem Satz „Rabatte auf einer Kategorie überschreiben den allgemeinen Rabatt."

Nach Produkten

Dieser Reiter listet die Sonderpreise, die für genau diesen Kunden und genau einen Artikel gelten. Oben liegt über die ganze Breite die Schaltfläche Hinzufügen.

Liste der Individualpreise mit Artikelname, Preis und Gültigkeitszeitraum

Jede Zeile zeigt links unter der Überschrift Individualpreis den Artikelnamen; das Symbol daneben öffnet die Artikeldetails in einem neuen Tab. Darunter stehen als kleine Merker die Kundennummer (Kd.-Nr.) und die Artikelnummer (Prod.-Nr.). Rechts unter der Überschrift Preis steht die Vereinbarung selbst:

Was dort steht Bedeutung
Rabatt und ein Wert mit % So viel Prozent gehen vom normalen Verkaufspreis ab
Preis und ein Betrag Dieser Betrag ist der Preis — der normale Verkaufspreis spielt keine Rolle mehr
Normaler Artikelpreis Zum Vergleich der Verkaufspreis aus den Artikelstammdaten
gültig von … Der Zeitraum, in dem die Vereinbarung greift

Ist noch nichts hinterlegt, steht dort „Noch keine Einträge vorhanden". Am rechten Rand jeder Zeile liegt ein Menü mit Bearbeiten und Löschen, unten links das Download-Symbol für den Export der Liste.

Gültigkeit. Jeder Sonderpreis braucht ein Gültig ab; gültig bis darf leer bleiben und heißt dann „ohne Ende". Außerhalb seines Zeitraums rechnet flinkest, als gäbe es den Eintrag nicht — in der Liste bleibt er trotzdem stehen. So kannst du eine Aktion im Voraus anlegen und siehst später, was einmal galt.

Welcher Preis am Ende gilt

Für einen Artikel kommen drei Regeln in Frage. flinkest prüft sie in dieser Reihenfolge und nimmt die erste, die greift — sie werden nie zusammengezählt:

  1. Sonderpreis für genau diesen Artikel aus dem Reiter Nach Produkten, sofern er heute gültig ist.
  2. Rabatt auf eine Shop-Kategorie, in der der Artikel liegt.
  3. Allgemeiner Rabatt des Kunden aus dem Feld Rabatt im Kundenformular.

Genau das sagen auch die beiden Hinweise auf dieser Seite: „Individuelle Preise überschreiben Rabatte auf Kategorien." und „Rabatte auf einer Kategorie überschreiben den allgemeinen Rabatt."

Gestaffelte Preise nach Menge gibt es nicht: Ein Sonderpreis gilt unabhängig davon, ob eine oder hundert Einheiten auf dem Beleg stehen. Die einzige Einschränkung ist der Zeitraum.

Wo die Regel wirkt. Überall dort, wo flinkest einen Artikel für diesen Kunden bepreist: beim Erfassen einer Position in Rechnungen, Angeboten, Lieferscheinen und den übrigen Belegen, in der Regalbetreuung, in Bestellungen und im Shop.

Arbeitsberichte sind ausgenommen. Was über einen Arbeitsbericht abgerechnet wird — Material, Arbeitszeiten, Geräte —, geht derzeit mit dem normalen Verkaufspreis in den Beleg; Sonderpreise und Rabatte des Kunden werden dabei nicht abgezogen. Wenn du sie auf einer Rechnung aus einem Arbeitsbericht brauchst, trag den Rabatt in der Position von Hand nach.

Was auf dem Beleg landet. Bei einem Sonderpreis und bei einem Kategorie-Rabatt trägt flinkest den normalen Verkaufspreis als Einzelpreis in die Position ein und die Differenz in das Feld Rabatt der Position. Der Kunde sieht auf dem Ausdruck also, dass er einen Nachlass bekommt. Beides lässt sich in der Position noch von Hand überschreiben.

Nur für neue Positionen. Der Preis wird in dem Moment ermittelt, in dem du den Artikel in den Beleg holst. Bereits erfasste Positionen bleiben unverändert, wenn du hier etwas änderst.

Aktionen

Sonderpreis anlegen. Reiter Nach Produkten, dann Hinzufügen. Es öffnet sich der Dialog Kundenspezifischen Preis anlegen.

Dialog „Kundenspezifischen Preis anlegen" mit Artikel, Kontakt, Preis und Gültigkeit

Im Abschnitt Artikel wählst du den Artikel, im Abschnitt Kontakt steht der Kunde. Unter Preis trägst du den Wert ein und wählst daneben % für einen Rabatt oder für einen festen Preis; darunter liegen Gültig ab (Pflicht, mit Datum und Uhrzeit) und gültig bis — das Feld trägt den Hinweis „Leer lassen für unlimitiert". Speichern bestätigt flinkest mit „Individualpreis wurde gespeichert".

Warum „Preis darf nicht leer sein" erscheint. Bei einem Kunden ist der Wert Pflicht — ohne ihn gäbe es nichts zu rechnen. Trag eine Zahl ein und speichere erneut.

Warum „There is already a configuration in the selected time period for this customer and this product." erscheint. Für diesen Kunden und diesen Artikel gibt es im gewählten Zeitraum schon eine Vereinbarung; zwei sich überschneidende Zeiträume für dieselbe Kombination nimmt flinkest nicht an. Beende den bestehenden Eintrag mit einem gültig bis oder lösche ihn, bevor du den neuen anlegst. (Diese Meldung erscheint derzeit auf Englisch.) Ebenfalls abgewiesen wird ein gültig bis, das nicht nach dem Gültig ab liegt.

Sonderpreis ändern. Im Zeilenmenü auf Bearbeiten — es öffnet sich derselbe Dialog unter dem Titel Kunden-spezifischer Preis bearbeiten. Willst du ihn mit ungespeicherten Änderungen schließen, fragt flinkest vorher nach: Ja, Änderungen verwerfen wirft sie weg, Zurück zur Bearbeitung bringt dich in den Dialog zurück.

Sonderpreis löschen. Im Zeilenmenü auf Löschen und die Rückfrage „Individualpreis löschen?" mit Ja, löschen bestätigen. Danach meldet flinkest „Erfolgreich gelöscht" und rechnet für diesen Artikel wieder nach der nächsten greifenden Regel. Schon geschriebene Belege bleiben davon unberührt.

Liste exportieren. Klicke unten links auf das Download-Symbol. Im Dialog wählst du das Format (Excel, CSV, PDF oder JSON), den Umfang und die Spalten.

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Häufige Fragen

Warum wird mein Sonderpreis auf der Rechnung nicht verwendet? Vier Gründe kommen in Frage. Erstens der Zeitraum: Der Sonderpreis wirkt nur zwischen Gültig ab und gültig bis, außerhalb rechnet flinkest, als gäbe es ihn nicht. Zweitens der Zeitpunkt: Der Preis wird ermittelt, wenn der Artikel in den Beleg geholt wird — Positionen, die vorher schon drin waren, ändern sich nicht mehr. Drittens der Kunde: Der Sonderpreis gilt nur für den Kunden, bei dem er hinterlegt ist — steht auf dem Beleg ein anderer Empfänger, greift er nicht. Und viertens der Weg: Kommt die Rechnung aus einem Arbeitsbericht, werden Sonderpreise und Rabatte derzeit nicht abgezogen.

Ein Kunde hat einen allgemeinen Rabatt und einen Sonderpreis — was gewinnt? Der Sonderpreis auf den Artikel. flinkest prüft der Reihe nach: erst ein Sonderpreis für genau diesen Artikel, dann ein Rabatt auf eine Shop-Kategorie, in der der Artikel liegt, und erst zuletzt den allgemeinen Rabatt aus den Kundenstammdaten. Die erste Regel, die greift, gilt allein — die Rabatte werden nie zusammengezählt.

Kann ich Staffelpreise nach Menge hinterlegen? Nein. Ein Sonderpreis gilt unabhängig von der Menge auf dem Beleg; die einzige Einschränkung ist der Gültigkeitszeitraum. Wenn du ab einer bestimmten Menge weniger verrechnen willst, passt du den Rabatt in der Position des Belegs von Hand an.

Was ist der Unterschied zwischen % und €? Mit % ziehst du einen Prozentsatz vom normalen Verkaufspreis des Artikels ab — steigt der Verkaufspreis später, steigt auch der Preis für diesen Kunden. Mit legst du bei einem Sonderpreis auf einen Artikel den Betrag fest, den der Kunde zahlt; eine spätere Änderung des Verkaufspreises geht dann an ihm vorbei.

Gelten die Preise auch im Shop? Ja. Der angemeldete Kunde sieht im Shop dieselben Preise, die flinkest auch beim Erfassen eines Belegs verwenden würde — nach derselben Reihenfolge aus Sonderpreis, Kategorie-Rabatt und allgemeinem Rabatt.

Warum sieht mein Kollege die Seite „Preise" nicht? Dann fehlt seinem Benutzer die Berechtigung, Preise zu bearbeiten. Ohne dieses Recht blendet flinkest die Schaltfläche Preise in den Kundendetails aus, und der direkte Aufruf der Adresse endet auf einer Hinweisseite.