Systemprotokoll
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-07
Das Systemprotokoll ist das Fehlerbuch deiner Installation: Hier schreibt flinkest mit, wenn im Hintergrund etwas schiefgeht — ein Beleg nicht erzeugt werden konnte, eine Schnittstelle nicht antwortet, ein nächtlicher Lauf abgebrochen ist. Du kommst damit nicht weiter, wenn du wissen willst, wer eine Rechnung geändert hat (das steht im Änderungsprotokoll des jeweiligen Datensatzes) oder ob eine E-Mail angekommen ist (das steht im E-Mail-Verlauf). Das Systemprotokoll ist der Ort, an dem du bei einer Störung nachsiehst — und der Ort, dessen Inhalt der Support von dir braucht.

Lesen darf das Protokoll nur, wer Administrator ist. Rufst du die Seite ohne diese Rechte auf, bleibt die Tabelle leer und flinkest meldet, dass der Zugriff verweigert wurde. Wer Administrator ist, legst du bei den Benutzern und über die Rollen fest.
Kopfzeile und Kacheln
Über der Seite steht die Überschrift System Logs. Sie ist derzeit nicht ins Deutsche übersetzt und erscheint deshalb englisch.
Darunter liegen vier Kacheln, die zeigen, wie viele Einträge es im gewählten Zeitraum je Schweregrad gibt:
| Kachel | Bedeutung |
|---|---|
| Fehler (rot) | Etwas ist misslungen — hier fängst du an. |
| Warnung (gelb) | Etwas ist auffällig, hat aber funktioniert. |
| Info (blau) | Normale Meldungen aus dem Betrieb. |
| Trace (grau) | Sehr feine technische Spuren, nur für die Fehlersuche. |
Die Zahlen richten sich nach allen übrigen Filtern — Zeitraum, Suchtext, Kategorie und Benutzer —, aber nicht nach der Auswahl der Schweregrade. Du siehst also immer, wie viel es in den anderen Stufen zu holen gäbe. Ein Klick auf eine Kachel stellt die Tabelle auf genau diesen Schweregrad um.
Die Filterleiste
Darunter sitzt die Leiste, mit der du die Tabelle einschränkst. Von links nach rechts:
- Schweregrad — vier Schalter, mehrere gleichzeitig möglich. Voreingestellt ist nur Fehler.
- Nach Nachricht, Kategorie oder Präfix filtern... — freie Textsuche. Sie greift, sobald du kurz aufhörst zu tippen, und sucht nach einem Textstück irgendwo im Meldungstext, in der Kategorie oder im Präfix.
- Kategorien — eine Mehrfachauswahl der Bereiche, aus denen die Meldungen stammen. Die Auswahlliste wird aus den neuesten 500 Einträgen des eingestellten Zeitraums aufgebaut; eine Kategorie, die nur ganz früh im Zeitraum vorkam, kann darin fehlen. Findest du sie nicht, verkleinere den Zeitraum oder tippe den Namen in die Textsuche.
- Benutzer — schränkt auf Meldungen ein, die einem bestimmten Benutzer zugeordnet sind.
- Zeitraum — ein Bereich mit Datum und Uhrzeit, dazu die Schnellauswahl Letzte Stunde, Letzte 6 Stunden, Letzte 24 Stunden, Heute, Letzte 7 Tage und Letzte 30 Tage. Ohne eigene Angabe zeigt die Seite die letzten 24 Stunden.
Rechts außen liegen vier Bedienelemente: ein Kästchen für die Auto-Aktualisierung samt Intervall, Aktualisieren, CSV exportieren und Filter zurücksetzen.
Deine Einstellungen bleiben erhalten. Schweregrade, Suchtext, Kategorien, Benutzer, Zeitraum, Zeilenzahl und die Auto-Aktualisierung merkt sich flinkest in diesem Browser. Kommst du später zurück, steht die Seite wieder so da wie vorher — wundert dich eine leere Tabelle, drücke zuerst Filter zurücksetzen. Damit stehen wieder Fehler und die letzten 24 Stunden.
Die Adresszeile trägt den Filter mit. Du kannst den aktuellen Ausschnitt also als Link an einen Kollegen schicken. Vom Zeitraum wandert dabei nur das Datum mit, nicht die Uhrzeit — beim Empfänger beginnt der Zeitraum daher am Anfang des Tages und kann etwas weiter gefasst sein als bei dir.
Die Tabelle
Die Einträge stehen mit dem neuesten zuerst, 100 Zeilen je Seite. Sieben Spalten:
| Spalte | Inhalt |
|---|---|
| ▸ | klappt den Eintrag auf |
| Stufe | Fehler, Warnung, Info oder Trace |
| Kategorie | der Bereich, aus dem die Meldung stammt |
| Benutzer | wer angemeldet war, als die Meldung entstand — oft leer, weil viele Meldungen aus Hintergrundläufen kommen |
| Präfix | eine Zusatzkennung, klein und grau |
| Log time | Datum und Uhrzeit, in deiner Ortszeit |
| Nachricht | der Meldungstext, in einer Zeile abgeschnitten |
Die Spaltenüberschrift Log time ist derzeit nicht übersetzt und erscheint englisch.
Ein Klick auf das Dreieck links klappt die Zeile auf. Darunter steht die Nachricht vollständig in einem Textfeld und, sofern vorhanden, der Stacktrace — die technische Aufrufkette, an der die Entwicklung erkennt, wo genau es geklemmt hat. Beides ist markierbar und kopierbar.
Ganz rechts in jeder Zeile liegt ein Kopier-Symbol. Es legt Meldungstext und Stacktrace zusammen in die Zwischenablage und bestätigt mit „In die Zwischenablage kopiert" — der schnellste Weg, einen Fehler an den Support weiterzugeben.
Unten stellst du über die Blätterleiste 10, 20, 50, 100 oder 200 Zeilen je Seite ein und blätterst vor und zurück; links daneben steht, welcher Ausschnitt der Gesamtmenge gerade zu sehen ist.
Meldungen aus den nativen Apps landen hier ebenfalls. Die Apps für iPhone, Android und den Mac schicken ihre Fehler an flinkest; solche Einträge tragen im Präfix eine Kennung des Geräts samt Plattform und App-Version. Wenn ein Mitarbeiter unterwegs ein Problem meldet, suchst du danach.
Aktionen
Nach einem Fehler suchen. Zeitraum grob eingrenzen, Fehler aktiv lassen und die Tabelle von oben durchsehen. Weißt du ein Stichwort — eine Belegnummer, den Namen einer Schnittstelle —, tipp es in die Textsuche.
Die Ansicht laufend aktualisieren. Hake das Kästchen rechts an; daneben erscheint ein Feld für das Intervall mit 10s, 30s, 60s und 5min. Voreingestellt sind 30 Sekunden. Das ist praktisch, während du einen Fehler gerade nachstellst. Für eine einzelne Auffrischung genügt das Symbol Aktualisieren daneben oder das in der Blätterleiste.
Einträge exportieren. CSV exportieren lädt die aktuell gefilterten Einträge als Datei herunter, benannt nach dem heutigen Tag. Exportiert werden höchstens 10.000 Zeilen; passt dein Filter auf mehr, fehlen die übrigen stillschweigend. Grenze den Zeitraum in diesem Fall enger ein und exportiere in mehreren Schritten.
Filter zurücksetzen. Das Symbol ganz rechts stellt alles auf den Ausgangszustand: nur Fehler, die letzten 24 Stunden, keine Kategorie, kein Benutzer, kein Suchtext.
Einen Fehler melden. Zeile aufklappen, Kopier-Symbol drücken, den Inhalt in die Support-Anfrage einfügen — dazu Datum und Uhrzeit aus der Spalte Log time und, falls bekannt, was du unmittelbar davor getan hast. Damit ist ein Problem meist in Minuten eingegrenzt.
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Häufige Fragen
Die Tabelle ist leer, obwohl es gerade einen Fehler gab — woran liegt das? Meist am Zeitraum oder an einem noch gesetzten Filter aus einem früheren Besuch: Die Seite merkt sich deine Einstellungen im Browser. Drücke Filter zurücksetzen — danach stehen wieder Fehler und die letzten 24 Stunden. Bleibt es leer und erscheint stattdessen eine Fehlermeldung, fehlen deinem Benutzer die Administratorrechte.
Steht hier drin, wer eine Rechnung geändert hat? Nein. Fachliche Änderungen an Datensätzen stehen im Änderungsprotokoll, das jeder Datensatz als eigenen Reiter mit Uhr-Symbol mitbringt. Das Systemprotokoll sammelt technische Meldungen aus dem Betrieb.
Was bedeuten die vier Stufen? Fehler heißt: Etwas ist misslungen und hat vermutlich eine Auswirkung, die jemand bemerkt. Warnung heißt: Es lief durch, aber nicht sauber. Info sind normale Betriebsmeldungen. Trace sind sehr feine technische Spuren, die nur bei einer gezielten Fehlersuche eingeschaltet werden. Im Alltag genügt Fehler.
Kann ich Einträge löschen? Nein. Das Systemprotokoll lässt sich nur lesen, filtern und exportieren; einzelne Einträge lassen sich weder ändern noch entfernen.
Warum ist die Spalte „Benutzer" so oft leer? Weil viele Meldungen aus Hintergrundläufen stammen — nächtliche Abgleiche, Importe, Schnittstellen. Dort ist kein Benutzer angemeldet, also gibt es auch keinen einzutragen. Gefüllt ist die Spalte bei Meldungen, die während einer Bedienung entstanden sind, und bei Einträgen aus den mobilen Apps.
Mein Export enthält weniger Zeilen als die Tabelle anzeigt. Der CSV-Export gibt höchstens 10.000 Zeilen aus. Trifft dein Filter auf mehr, wird der Rest ohne Hinweis weggelassen. Wähle einen kürzeren Zeitraum oder schränke auf einzelne Kategorien ein und exportiere in mehreren Durchgängen.